Interreligiöser Ausflug der 6. Klassen nach Mannheim

Am 20. Mai 2026 unternahmen alle fünf Klassen unserer Jahrgangsstufe 6 einen interreligiösen Ausflug nach Mannheim. Organisiert wurde die Exkursion von den Religions- und Ethiklehrkräften. Insgesamt machten sich fast 150 Schülerinnen und Schüler sowie die begleitenden Lehrkräfte mit der Bahn auf den Weg, um die Mannheimer Synagoge sowie die Jugendkirche Samuel kennenzulernen.Die Klassen wurden in zwei große Gruppen aufgeteilt und besuchten die beiden Einrichtungen im Wechsel. In der Synagoge wurden die Schülerinnen und Schüler von dem Kantor, Amnon Seelig durch die verschiedenen Räume geführt. Dabei erhielten sie spannende Einblicke in den jüdischen Glauben, religiöse Traditionen und das Gemeindeleben. Mit großem Interesse verfolgten die Kinder die anschaulichen Erklärungen und stellten zahlreiche Fragen.Besonders eindrucksvoll war die Geschichte der ehemaligen Orgel der Synagoge. Der Kantor berichtete, wie deren Einsturz wenige Tage nach der Pogromnacht dazu beitrug, dass der Komponist und damaliger Kantor der Synagoge Mannheim, Chaim Hugo Adler, und sein Sohn Samuel Adler vor der Entdeckung durch die Nationalsozialisten bewahrt wurden. Diese bewegende Geschichte hinterließ bei vielen Schülerinnen und Schülern einen bleibenden Eindruck.In der Jugendkirche Samuel konnten die Kinder das Christentum auf ganz praktische Weise kennenlernen. An verschiedenen Stationen wurden zentrale Inhalte und Besonderheiten des christlichen Glaubens erlebbar gemacht. Die Stationen wurden von engagierten ehrenamtlichen Jugendlichen und jungen Erwachsenen betreut, die den Schülerinnen und Schülern mit viel Begeisterung und Offenheit begegneten.Großen Eindruck hinterließ auch die moderne und farbenfrohe Gestaltung der Kirche. Besonders die Chill-out-Zone sowie die Figur des „Superman-Jesus“ sorgten für Interesse und Gesprächsstoff. Die offene Atmosphäre machte deutlich, wie Kirche für junge Menschen heute gestaltet werden kann.Der interreligiöse Ausflug bot zahlreiche spannende Einblicke in zwei unterschiedliche Glaubenstraditionen und förderte das gegenseitige Verständnis. Mit vielen neuen Eindrücken und Erfahrungen kehrten die Schülerinnen und Schüler am Ende eines abwechslungsreichen Tages mit der Bahn wieder nach Hause zurück.

Ein herzlicher Dank gilt allen Beteiligten, die diesen gelungenen Ausflug ermöglicht haben.