„DIE AUFGABE DER UMGEBUNG IST NICHT, DAS KIND ZU FORMEN, SONDERN IHM ZU ERLAUBEN, SICH ZU OFFENBAREN.“

Maria Montessori

Das Sozialprojekt am CBG in Klasse 10

Warum ein Sozialprojekt?

Wesentliches Anliegen unserer erzieherischen Arbeit ist es, neben der Wissensvermittlung im Unterricht unseren Schülerinnen und Schülern in vielfältiger Weise ihre soziale Verantwortung bewusst zu machen und ihr soziales Engagement in der Gesellschaft zu stärken. Oft werden die großen gesellschaftlichen Probleme unserer Zeit vor allem als Medienereignis erfahren. Dagegen sollten unsere Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit erhalten, einen wirklichen Einblick in die öffentlichen Institutionen unseres sozialen Lebens zu bekommen, welcher geeignet ist, die menschliche Seite aufzuspüren.

Dazu wird seit dem Schuljahr 2009/10 das Sozialprojekt realisiert. Ziel des Sozialprojekts ist es, dass die Jugendlichen Erfahrungen in Lebensbereichen sammeln, die ihnen normalerweise unbekannt sind. Durch eine Kombination von theoretischer Reflexion im Unterricht und praktischen Erfahrungen außerhalb der Schule in sozialen Einrichtungen, z. B. Behinderteneinrichtungen, Krankenhäusern, Seniorenheimen usw., soll der Blick für den hilfsbedürftigen Menschen geöffnet werden. Diese authentische Begegnung mit anderen Lebenswirklichkeiten und die aus ihr gewonnenen Erfahrungen könnten einen Zugewinn an Lebensorientierung bewirken, zumal wenn sie verlässliche Pflichterfüllung, Verantwortungsbereitschaft und Ausdauer einfordern und Erleben von Gebrauchtwerden vermitteln.

Organisatorischer Ablauf:

Das Sozialpraktikum wird von damit beauftragten Lehrern (zurzeit Herr Brandt, Frau Erl, Herr Dr. Nover) organisiert. Es findet in den letzten beiden Wochen vor den Faschingsferien statt. Jede Schülerin bzw. jeder Schüler arbeitet in dieser Zeit in einem 6- bis 8-Stunden-Tag in einer diakonischen, karitativen, sozialen Initiative. Mögliche Arbeitsplätze werden der Jahrgangsstufe durch die Schule in Kooperation mit den Trägern der sozialen Einrichtungen vorgeschlagen. Sie befinden sich im Raum Mannheim/Weinheim/Heidelberg.

Die Information der Schülerinnen und Schüler sowie der Eltern erfolgt zu Beginn der zehnten Klasse, die Vorstellung, Wahl und Verteilung der Plätze sollte bis nach den Herbstferien abgeschlossen sein. Nachdem die Zuteilung erfolgt ist, stellen sich die Schülerinnen und Schüler bei ihren Einrichtungen vor.
In einzelnen Unterrichtssequenzen entfalten Fächer wie z. B. Religion/Ethik und Gemeinschaftskunde die entsprechenden Themen und reflektieren die im Praktikum gewonnen Erfahrungen. Dazu wird nach der Durchführung ein Praktikumsbericht angefertigt, der als Teil des gesamten Sozialprojekts zu verstehen ist und in die Note in Religion/Ethik mit eingeht. Am Ende des Schuljahres gibt es dann ein entsprechendes Zertifikat.

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