„ERFINDEN IST UNENDLICH VIEL SCHÖNER ALS ERFUNDEN ZU HABEN.“

Dr. Carl Benz

The Hague International Model United Nations („THIMUN“)

Ein Erfahrungsbericht des CBG-Schülers und THIMUN-TeilnehmersTim Jaschke

MUN_01Wie jedes Jahr so fand auch in diesem Jahr in der letzten Januar-Woche im niederländischen Den Haag eine THIMUN-Konferenz statt. Die Abkürzung steht für „The Hague International Model United Nations“. Unter den rund 4000 Jugendlichen, die sich ganz wie „echte“ Abgesandte der Vereinten Nationen (UN) fühlen durften, befanden sich erneut auch acht Schüler des Ladenburger Carl-Benz-Gymnasiums. Fünf Tage lang diskutierten sie in Arbeitsgruppen mit anderen jungen Menschen aus der ganzen Welt. Das CBG ist übrigens eine der wenigen öffentlichen Schulen, die neben Elite-Internaten und privaten Instituten an dieser Veranstaltung teilnehmen.

In Kooperation mit dem Mannheimer Geschwister-Scholl-Gymnasium vertrat die Gruppe das kleine Land Kap Verde. Zur Vorbereitung hatten die teilnehmenden Schüler aus den Jahrgangsstufen 11, 12 und 13 bereits zu Schuljahresbeginn (September 2009) begonnen, sich über die UN sowie die Interessen und Probleme der vor der westafrikanischen Küste gelegenen Insel Kap Verde zu informieren. Dabei gab es zwei Schwerpunkte der Arbeit in den 90-minütigen Sitzungen: Es wurden unterschiedliche Arten der formal debate mit stets kontroversen Themen geübt, so dass die Schüler die Regeln und das Procedere in den UN-Sitzungen sowie das freie Sprechen vor Publikum in (fast) perfektem Englisch bald spielend beherrschten; außerdem verfasste jeder Schüler zu einem speziellen Thema seine ganz persönliche Resolution, die er dann nach Den Haag mitnahm und die ihm vor Ort als Arbeits- bzw. Diskussionsgrundlage in der Arbeitsgruppe diente.

Somit gut vorbereitet und hoch motiviert ließen sich die Acht nicht von den vielen Englisch-Muttersprachlern und den Designer-Anzügen der Kollegen aus den USA, Dubai oder Ägypten beeindrucken und nahmen Anteil an den hochinteressanten Diskussionen. Die CBG-Schützlinge unter der Leitung ihres Lehrers Thorsten Wild sind sich einig, dass ihnen die Woche in der niederländischen Hauptstadt nicht nur einen einzigartigen Einblick in die Welt der Politik gegeben hat: Es wurden auch deren Englischkenntnisse und Redevermögen gefördert sowie das Interesse am Weltgeschehen geweckt.

„Es war die beste Woche meines bisherigen Lebens“, schwärmt Rosa Walker überschwänglich nach ihrer Rückkehr. „Ich hätte nie gedacht, mal mit Leuten aus Brasilien oder dem Iran in einer Verhandlungspause einen Kaffee zu trinken“, stellt Timo Jerg fest. „Ich möchte nächstes Jahr auf jeden Fall noch einmal mitfahren“, erklärt Jan Gerstenberger, der sich dann aber „noch intensiver vorbereiten“ will, um sich in die Diskussionen vor Ort, die allesamt in englischer Sprache abgehalten werden, mit „eigenen Ideen und Beiträgen noch mehr einbringen“ zu können.

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