„ERFINDEN IST UNENDLICH VIEL SCHÖNER ALS ERFUNDEN ZU HABEN.“

Dr. Carl Benz

Beitrag zum Roman „Der Vorleser“

Im Deutschunterricht behandeln die 10e und die 10d zurzeit den Roman „Der Vorleser“ von Bernhard Schlink. Mit unterschiedlichen Aufgaben sollen die Schüler*innen zum Arbeiten zu Hause motiviert werden. Manchmal kommen dann erstaunliche Ergebnisse heraus, wie z.B. der Standbild-Bau in Zeiten von Social Distancing. „Wenn ich das nicht mit den Klassenkamerad*innen machen kann, dann halt mit mir selbst“, hat sich Edda Nieber aus der 10e gedacht und die Beziehung der beiden Protagonisten, Hanna und Michael, zu Beginn des Romans in Bildern umgesetzt. Fotoshop sei Dank ist daraus ein spannendes Werk geworden.

Standbild 1

Dieses Standbild veranschaulicht die Beziehung von Hanna und Michael am Anfang. Es beginnt damit, dass Hanna Michael aufhilft und auch bei ihren nächsten Begegnungen ist Michael sehr schüchtern und hat anfangs Angst vor ihren Berührungen. Sie übernimmt klar die Führung und handelt nicht wie seine Geliebte, eher wie seine Vorgesetzte. Deswegen steht sie klar über ihm, gibt ihm aber die Hand, damit er mitmacht.

Standbild 2

Die Beziehung der beiden leidet unter einem ersten Streit und Michael beginnt, nachzugeben und klein zu werden, obwohl er es gar nicht will. Aber seine Liebe und die Angst, Hanna zu verlieren, bringen ihn dazu, alles zurückzunehmen und sich für Dinge zu entschuldigen, die er gar nicht getan hat. Deswegen habe ich Michael als sehr klein und Hanna als umso größer dargestellt. Er schaut ehrfürchtig zu ihr auf, und sie scheint seine Reue zu genießen.

Standbild 3

Nach einem weiteren Streit rastet Hanna aus, schlägt Michael und fängt schließlich an, zu weinen. Seit dem kennt Michael sie als andere, auch verletzliche Hanna und die Beziehung wird inniger. Michael lernt, auch von ihr Besitz zu nehmen und nimmt ihr so ein ganzes Bisschen Macht, weshalb sie in dem Bild gleichgroß sind und Michael zum ersten Mal die imposantere Rolle hat.